christiantroitzsch

letzten montag war es, das popcamp on stage, und zwar, warum auch immer, aber sicherlich aus gründen, im rittergarten in meiner totalen lieblingskleinstadt. weil auf christian troitzsch’ (der sympathische gitarrenknecht auf dem foto) myspaceseite geschrieben stand, es finge um achtzehn uhr an, schlug ich auch pünktlich eine halbe stunda davor dort auf, doch es war nichts. nur menschen, die bühnenkram aufbauten.

ich entschloss mich deshalb, robin anzurufen, dann könnte er vielleicht noch mitkommen. tat er auch, und wir trafen dann sogar menschen wie fatma oder felicitas, die ich bereits tage zuvor eingeladen hatte.

man kann sagen, dass die tontechnik nicht perfekt war, aber doch recht gut (manche menschen in meinem umfeld hatten da andere ansichten) und die bands waren eigentlich alle große klasse, ausser einer, deren name ich einfach mal nicht nenne, weil es eine persönliche meinung ist und sie von der technik her ziemlich gut waren.

mein favorit war trotz dem ausgesprochen guten auftritt von baby benzin und dem sehr gut aussehenden sänger von frieder der oben stehende christian troitzsch. nächstes jahr sicherlich wieder, popcamp ftw und so.


ich erinnere mich noch gut. wie es kalt war, anfang märz. die sonne zeigte sich, doch hatte scheinbar einfach keine lust zu erwärmen. die stadt war immernoch in jacken, schals, handschuhe und mützen gehüllt und die menschen auf der straße waren nur unterwegs zum nächsten warmen ort. in einigen läden hing frühlingsdeko und im radio wurde der frühling angesagt, aber irgendwie glaubte noch niemand wirklich daran.
ich erinnere mich noch gut. wie die natur diese traurigkeit ausstrahlte, doch ich war glücklich. eigentlich seltsam, dass ich das noch weiß, schliesslich hatte ich eigentlich garkeine augen dafür, es gab ja wichtigeres.
ich erinnere mich noch gut. wie wir beim asiaten aßen und der glückskeks mir ein turbulentes jahr voraussagte, und wir darüber lachten, und ich sagte, dass es ihre schuld wäre, so wie sie mein leben auf den kopf stellt. wir aßen relativ häufig dort, weil wir uns irgendwie darauf einigen konnten. es schmeckte uns.
ich erinnere mich noch gut. wie wir die straßen der idiotischen kleinstadt entlangliefen, in die ich gesperrt war. wie wir gingen und uns unterhielten, wie sie mir ihre welt beschrieb und redete. sie redete, und ich hörte zu, einfach weil ich nichts zu erzählen hatte. wie kalt ihr war und wie sie mir sagte, dass unsere klima schrecklich ist. und wie sie dann lachen musste. das lächeln, der mund, die zähne. die lippen.
ich erinnere mich noch gut. wie ich versuchte, nicht jeden tag, sondern jede sekunde zu leben, jedes gefühl aufzufangen und jeden eindruck abzuspeichern. wie ich jeden abend die sekunden nochmal sah. die verdammten sekunden, die zu schnell liefen.
ich erinnere mich noch gut. wie ich mich jeden abend auf den nächsten tag freute und wie ich jeden morgen in die schule wollte, nur um sie zu sehen. wie es wichtigeres als unterricht gab, weil sie neben mir saß, wie ich ihre hand hielt und sie meine, und wie alles andere an wichtigkeit verlor.
ich erinnere mich noch gut. wie alle über sie und mich gesprochen haben, wie sie es für idiotie hielten und wie ich sie hörte, aber keinen grund hatte zuzuhören. es ging mir gut. das war die hauptsache.
ich erinnere mich noch gut. wie der letzte tag kam. wie wir uns noch einmal trafen. wir ich noch einmal zurücksah und den letzten tag genoss. wie ich sie zum bahnhof brachte.
ich erinnere mich noch gut. wie sie einstieg, der zug die türen schloss und ich vom bahnsteig lief, bevor der zug anfuhr. wie ich die trauer unterdrückte. ich sah mich nicht um und nicht zurück. was vorbei ist, ist manchmal einfach wirklich und wahrhaftig vorbei.



milch


bass.

8. September 2009
6 kommentare
Leben

bass_kl

ich habe es wahrlich getan! eine ganze woche war ich arbeiten, um mir geld zu verschaffen. das ergebnis liegt hier vor mir, ein epiphone eb-3 bass in cherry, wie man auf dem foto sicherlich leicht erkennen konnte. ich habe immerhin lediglich drei wochen gebraucht, um ihn endlich in händen halten zu können. eine davon beinhaltete das arbeiten an sich, die beiden anderen waren gefüllt von warten und genervtsein.

grund dafür liegt im quasi nicht vorhandenen lieferwillen von gibson/epiphone. ich bestellte den bass bei dem zweitgrößten (behauptet max zumindest, glaube ich) musikhandel europas, denn auf deren internetseite stand zu dem zeitpunkt “wird am 01.09 nachgeliefert”, und ich dachte, die vier tage kann ich warten. tat ich auch, und bei erneutem nachsehen bei denen hatte sich das datum zum ersten dezember gemorpht. ich rief infolgedessen bei ihnen an, um mich über den grund zu erkundigen und erfuhr von der problematik mit dem geliefere. ich stornierte also den bass und musste warten, bis mein geld wieder da war.

währenddessen durchsuchte ich die weiten des internets nach anbietern, die den eb-3 noch vorrätig hatten, fand einen davon und bookmarkte ihn. am nächsten tag gegen abend/nacht sah ich über internet auf meinem konto nach – das geld war noch nicht wieder da. der bass war aber noch vorrätig. am nächsten tag war das geld da, der bass war weg. es war zum ausrasten.

schliesslich fand ich einen unschuldigen musikkramanbieter im osten der republik, der ihn tatsächlich noch hatte, und ich freute mich so, dass ich ihn direkt bestellte und er jetzt in meinem zimmer steht! wer mir zu füßen liegen will, darf sich gerne anstellen.


muenchenboden_kl


eddi

Es sei hiermit jemandem gewidmet, dem ich es persönlich verraten werde. es muss ja nich jeder im gleißenden Licht der Öffentlichkeit stehen, das mein Blog verbreitet.


cuteavatar


lolseriously_small


kaktuscontent
ihn habe ich schon seit mehreren jahren, und noch immer lebt er. es ist nicht, dass ich ihn pflegen würde, aber ab und zu kippe ich den rest meiner mineralwasserflaschen in ihn hinein und hoffe, dass er es noch ne weile macht. vielleicht ist er auch schon tot und es hat nur noch niemand gemerkt.